Was heißt eigentlich genau “digital”?

04. April 2013

Sie  denken, einfache Frage, weiß ich längst! -  Sind Sie sicher? Wir haben eine plastische, leicht verständliche Erklärung gefunden:   Zunächst die Erinnerung an die Ausmalbilder für Kinder: Felder mit 1 grün, Felder mit 2 rot, Felder mit blau 3 usw. Erst wenn die Felder ausgemalt sind, erkennt man das Bild.  Die Information zum Bild liegt  in  den Zahlen, die Information ist also digital. (von digitus, Zahl, Finger)

Ein digitales Bild ist eine Zahlenfolge, die durch Rechnenoperationen verändert werden kann. Dieses Digitalisierungsverfahren kann man auf alles anwenden, z.B. auch auf  Texte und Töne. – Und das Gute daran ist, die Kopie ist genauso gut wie das Original. Man kann nun durch die Veränderung der Zahlenfolge Bilder umfärben, Töne umstellen, Helligkeiten verändern usw. usw. – Ganz einfach, was?

Zahlen

Die Digitalisierung hat wirklich ein “neues Zeitalter” eingeläutet.

Quelle: Ranga Yogeshwar, Sonst noch Fragen? Lizenzausgabe Weltbild GmbH 2012, S.284-287.

Gamification – Ist Bildung ein Spaß?

06. Februar 2013

“Gamification” in der Bildung.

Gamification bedeutet, die technischen Möglichkeiten von Online-Spielen und Spielelementen für die Bildung zu nutzen. Inhalte werden spielerisch vermittelt, für Leistungen gibt es Punkte, Ranglisten oder andere virtuelle  Belohnungen, “awards”. -  Ziel ist, die Motivation der Lerner zu steigern, wenn monotone und komplexe Aufgaben zu lösen sind. Auch der Lernerfolg  für einzelne Lernschritte ist so “spielerisch” messbar.

Es gibt aber auch die Gefahren. Wer es gewöhnt ist, für jede kleine Leistung Punkte oder (virtuelle) Belohnungen zu bekommen, kann im Alltag Schwierigkeiten haben, längere  “Durststrecken” harter Kopf-Arbeit durchzuhalten, in denen niemand lobt und belohnt.

Frustrationstoleranz ist neben Durchhaltevermögen ein wichtiger Faktor, um gesteckte Bildungsziele zu erreichen, denn Bildung zu erwerben, vor allem, wenn es um Prüfungen und Abschlüsse geht,  ist oft harte Arbeit.

Gamifikation bedient sich verschiedener Elemente. Eine Auflistung und Erläuterung der Elemente finden Sie hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Gamification

Was heißt eigentlich SPAM?

01. Februar 2013

Ja, ja, wir wissen es:  massenweise unerwünschte Mails, Werbesendungen, zweifelhafte Angebote. – Aber woher kommt das Wort? – SPAM ist  ein Markenname für Dosenfleisch in den USA.  Im zweiten Weltkrieg trug jeder Soldat eine Dose SPAM mit sich herum, als Notration.  – Und dann gibt es die englische Komödie “Monty Pyton’s Flying Circus”, wo auf der Speisekarte eines Restaurants steht ‘SPAM mit Ei, SPAM mit Nudeln etc.” ;-)

Jedenfalls wurde SPAM 1998 ins New Oxford Dictionary aufgenommen als eigenständiger Begriff für Werbemüll.

(Das Dosenfleisch gibt es heute noch, aber die Firma versichert, keine Spams zu verschicken.) :-)

Quelle: Ranga Yogeshwar,  Ach so, Warum der Apfel vom Baum fällt und weitere Rätsel des Alltags, Verlag KiWi, 2010, S. 188-189.

Sind wir alle schon süchtig nach Internet?

18. Januar 2013

Also, ich tummle mich auch ständig im Netz. Ich probiere
alle möglichen Spiele auf dem iPhone aus
.  Einmal, weil ich gern Bescheid weiß und zum anderen teste ich mich selbst. Gibt es Spiele, die  (mich) süchtig machen könnten? –

Mein Eindruck, die doofsten Spiele, die das Gehirn nicht beanspruchen, die nur zum “daddeln” sind, machen am ehesten süchtig, es daddelt sich eben so nett vor sich hin und die Zeit vergeht und ist echt verschwendet.

Es gibt auch Spiele, die sind für mich so kompliziert, dass ich schon seit Monaten immer wieder versuche, dran weiter zu arbeiten. Zum Beispiel baue ich Brücken mit Holz oder Stahlträgern. Seit ich das mache, gucke ich mir jede reale Brücke und seine Konstruktion an. Und ich habe wirklich schon eine Menge dazu gelernt.

Aber “Internetsucht” ist generell  zu einem ernsten Problem geworden.
Der Suchtbericht der Bundesregierung gibt eine ausführliche Dokumentation zum Sachstand “Sucht” in den vielfältigen Formen.

http://www.bundesregierung.de/Content/DE/_Anlagen/2012/05/2012-05-22-suchtbericht-2012.pdf?__blob=publicationFile&v=1
Wir nehmen hier nur die Aussagen zur Internetsucht heraus.

Im Internet liegt das neue Suchtpotential. Laut Drogenbericht  gelten in der Gruppe der 14- bis 64-Jährigen ca. 560.000 Menschen als internetabhängig und ca. 2,5 Mio. Menschen als problematische Internetnutzer. Das hört sich nicht gut an.

Hier sollten Sie sich – auch wenn Sie nicht zu den wirklich extensiven Interentnutzern gehören – mal kritisch an die eigene Nase fassen.  Wie häufig surfen Sie denn im Internet oder tummeln sich in sozialen Netzwerken? Täglich und stundenlang? –

Machen Sie mal einen einfachen “Sucht-Test”Drei Tage GAR KEIN Internet, kein Twittern, kein Surfen. Computer aus. iPad aus. Mobiltelefon nur zum Telefonieren nutzen. Schaffen Sie das? Wenn ja, alles klar, Sie sind nicht süchtig.

Schaffen Sie das nicht, passen Sie auf sich auf. Therapie:  einmal wöchentlich an einem Tag KEIN Internet und das regelmäßig.  Viel Erfolg. ;-)

Kinder, Kinder – mit Medien umgehen lernen!

09. Januar 2013

Generell gilt: Mediennutzung schafft Medienkompetenz.
Aber richtige Medienerziehung ist sehr wichtig und sollte altersgerecht sorgfältig geplant und systematisch vermittelt werden:
Für Kinder unter drei Jahren sind Bilderbücher sinnvoller als die schnellen Bildabfolgen des Fernsehens.
Vor- und Grundschulkinder können sich noch nicht lange konzentrieren und sollten höchstens 30 Minuten täglich kindgerechte Sendungen sehen und nicht allein im Internet surfen. Eltern sollten die Inhalte kontrollieren. Für ältere Kinder können Eltern Surfportale als Startseite einrichten, wie z.B. die Kindersuchmaschine Blinde Kuh.  http://www.blinde-kuh.de
Kinder ab 10 Jahre brauchen klare Absprachen für einen wöchentlichen Zeitrahmen für Fernseh- und Computernutzung. Moderierte Chats sind am sichersten. Eltern sollten darauf achten, dass Kinder sich viel draußen bewegen, z.B. Sport treiben, und andere Interessen nicht vernachlässigen.
Jugendliche brauchen Begleitung. Eltern sollten sich informieren, welche Spiele auf dem Markt sind und welche logisches Denken, Sprachkompetenz und Kreativität fördern. Wenn nötig, sind klare Ansagen, was geht und was nicht geduldet werden darf, erfordelich.  Cybermobbing ist eine Straftat und Killerspiele sind grenzwertig.

Eltern finden Informationen über gute Bildungssoftware  unter http://www.sodis.de.  -  Zum Thema “Chatten ohne Risiko” gibt es Infos bei http://www.jugendschutz.net – Das Portal http://www.sin-net.de gibt Infos zu Webportalen, Plattformen, Datenbanken und Online-Communities fürKinder und Jugendliche.

 

Smalltalk – oder wie man Gespräche in Gang setzt

02. Januar 2013

Smalltalk ist ein wichtiger “Türöffner“.
Smalltalk, diese kleinen Gespräche zum Beginn einer Besprechung, auf einer Party, bei einer Einladung, sie fallen uns oft schwer. “Was soll ich sagen? Woher weiß ich, ob mein Gegenüber mit mir reden will? Wie machen ich einen guten Eindruck auf meinen Gesprächspartner?

Es ist nicht so schwierig, wie es scheint.
Einige Regeln sollte man aber beachten, dann öffnet der Small talk die berühmte Tür.

Grundlegende Kommunikationsregeln für Smalltalk:

1. Lächeln, anderen freundlich zunicken – und abwarten, wie sie reagieren. Lächelt das Gegenüber auch, na bitte, der erste Schritt ist getan.

2. Bemerken Sie etwas Nettes zur aktuellen Situation. Es muss nicht unbedingt “schönes Wetter heute” sein, auch der Raum, die Leute, das Essen, die neuesten Nachrichten eignen sich für eine einleitende freundliche  Bemerkung.

3. Nutzen Sie offene Fragen, sprechen Sie Ihr Gegenüber auf etwas an, von dem sie wissen, dass es ihn/sie interessiert. “Wie finden Sie … ?” “Was meinen Sie zu..? Haben Sie einen Rat…?” Sie ermuntern Ihren Gesprächspartner so, seine Meinung zu äußern, Ihnen einen fachkundigen Rat zu geben.

4. Hören Sie auf Andeutungen “zwischen den Zeilen”  können Sie aufgreifen, vielleicht möchte ihr Gegenüber darüber noch mehr sagen.

5. Achten Sie auf die nonverbalen Kommunikation, die Gestik, Mimik und Körperhaltung  des Gegenübers. Nicken, ein freundliches Gesicht oder Stirnrunzeln, Abwenden.

6. Lassen Sie Ihrem Gegenüber Zeit zu antworten, warten Sie einfach einige Sekunden ab, bevor Sie selbst reden.

7. Den Smalltalk beenden sollten  Sie freundlich und selbstbewußt mit Worten, die das Gesicht Ihres Gegenübers wahren, wie “Wir sehen uns noch..”, “Ich muss noch meinen Kollegen X. begrüßen..” “Ich hol mich noch etwas vom Bufet..” oder ähnliches.

8. Engländer und Nordamerikaner sind Meister im Smalltalk. Der ist dann aber wirklich “small”. Auf die freundliche Begrüßung “How are you?” erwartet ein Engländer oder Amerikaner lediglich ein “fine, thanks” und keinen ausführlichen Bericht.

9. Angelsachsen fragen gern ganz direkt nach Beruf, Sport, Kindern,  während sich Deutsche eher zurückhalten, nach Beruf oder Familie zu fragen.

10. Und wenn es mal schiefgeht  und Sie geraten an einen eingefleischten Schweiger, nicht verzagen, freundlich verabschieden und einen anderen Partner ansprechen.

Eltern und Computerspiele – Bescheid wissen ist alles!

27. Dezember 2012

Die wichtigste Medienerziehung findet in der Familie statt. Hier die  Zusammenstellung einiger wichtiger Merkposten:

Was dürfen Kinder spielen und wie lange?
Kinder brauchen klare Regeln und Grenzen. Sie müssen wissen und lernen,
was sie spielen dürfen und was nicht. Verbindliche Absprachen zu Spielinhalten und vor allem auch zu Spielzeiten erleichtern den Familienalltag.

Kinder lernen von ihren Eltern. Das betrifft auch den Umgang mit den
Neuen Medien. Informieren Sie sich über Spiele, spielen Sie mit ihren Kindern, lassen Sie sich von ihren Kindern Spiele erklären.

Was müssen Eltern wissen:

  • Achten Sie auf Altersangaben, aber auch zusätzlich, ob der Schwierigkeitsgrad eines Spieles angemessen ist.
  • Tauschen Sie sich mit anderen Eltern aus, welche Erfahrungen und Absprachen gibt es dort?
  • Aber vor allem: Alternativen wie Sport, Freunde treffen und interessante Ausflüge sind echte Erfahrungen und durch ein noch so spannendes Computerspiel nicht zu ersetzen.

Außerdem sollten Sie Ihren Kindern beibringen, nie Daten an andere
Spielende herauszugeben, die sie nicht persönlich kennen. Aufklärung und
gegenseitiges Vertrauen sind hilfreicher als technische Kontrollmöglichkeiten
wie Filterprogramme, die zu umgehen ältere Kinder schnell lernen.

Hier eine Liste informativer Links:
Eine Analyse zum Sachstand der Diskussion: www.bpb.de/computerspiele

Zur Unterstützung der elterlichen Meinungsbildung: www.gigamaus.de

Pädagogen empfehlen Computerspiele:
www.pädi.de
 

www.spielbar.de

 

 

Durchblick im Dickicht der Religionen

22. Dezember 2012

Da sich die katholischen Christen immer mal  wieder um  den Aufbruch aus verkrusteten Strukturen mühen, sei hier noch einmal an ein Interview mit Hans Küng erinnert, der zwar schon Ostern erschien, aber zu Weihnachten immer noch aktuell ist.

Der Theologe Hans Küng, 84 Jahre alt, hat verschiedene Bestseller zur Ethik, zu den Weltreligionen, neuerdings zur Weltpolitik geschrieben. Er liegt immer wieder im Clinch mit der katholischen Amtskirche, die seine unorthodoxen Ansichten und Einsichten nicht schätzt und ihn gerne mundtot hätte.

In dem Interview äußert er sich zur Ambivalenz von Gut und Böse, zur Relativität von  Raum,  Zeit und Unendlichkeit. Er lehnt das erzwungene Zölibat für katholische Priester ab, ebenso die Konstruktion der Erbsünde. Er hat seine eigene Meinung zur “Macht”, zum Frieden, zum Tod und zur Ewigkeit.

Vom Vorsitz des Ethikrates will Hans Küng übrigens aus Altesgründen zum Jahresende zurücktreten.

Das ganze Interview können Sie hier noch einmal nachlesen.

http://www.berliner-zeitung.de/medien/ostergespraech-mein-leben-ist-nicht-einfach-nichts,10809188,14691612.html

Geschichten erzählen und lesen – spannend – und ganz ohne Internet

19. Dezember 2012

Kleinen Kindern Geschichten erzählen ist wunderbar – sie hören gebannt zu und fiebern mit, ob es dem gestiefelten Kater gelingt, den bösen Zauberer auszutricksen, ob das tapferen Schneiderlein es schafft, die Riesen zu fangen, wie die Maus den Gruffelo zähmt – aber auch, wie die Griechen aus dem riesigen Holzpferd herausklettern, um Troja zu erobern, wie Robin Hood den bösen Sheriff von Nottingham besiegt.

Und um sich vorzustellen, wie es Gulliver bei den Liliputanern erging, braucht man nur die Playmobilfiguren am Kinder-Bauch hinaufklettern zu lassen

Geschichten zuzuhören bedeutet für ein Kind, sich zu konzentrieren und gleichzeitig die Phantasie spielen zu lassen, eigene Bilder zu entwickeln, wie die Gestalten der Geschichten aus brenzlichen Situationen herauskommen, wie kleine, schlaue Gestalten die großen,  dummen besiegen können. Kinder fühlen sich gut bei solchen Geschichten.

Kinder, die gern Geschichten hören, lesen später auch gern. Mädchen lesen sich gern in Gechichten fest, während Jungen auch bebilderte Bücher schätzen. “Was ist was?” waren die ersten Sachbücher mit Text und Bildern. Heute gibt es eine Vielzahl von Büchern, die Texte durch Bilder ergänzen und die auch spannend über Länderkunde, Geschichte und Naturwissenschaft berichten.

Das Internet ist eine interessante Ergänzung, eine zu empfehlende Website wie http://hanisauland.de ist grafisch ansprechend gestaltet und inhaltlich vielseitig und lehrreich.

Der sehr lesenswerte Themenschwerpunkt “Erzählen und Literatur” des bpb handelt vom Wert der Geschichten, der Texte, der Bücher, der Sprache, der Bilder und des Lesens für die kulturelle und politische Bildung.
http://www.bpb.de/135133

Bei Google ganz nach oben – wie geht das?

09. Dezember 2012

Bei Google etc. “nach oben” zu rutschen, ist keine Geheimwissenschaft.
Wichtig ist, deutliche Spuren für Suchmaschinen zu hinterlassen.
1. Die Website soll so programmiert sein, dass Suchmaschinen alle Informationen finden können.
2. Suchmaschinen mögen Verlinkungen zwischen Websites, sie werten dies als Empfehlungen und die Website steigt im Ranking.
3. Und dann der Inhalt.  Je interessanter und abwechslungsreicher der Content in Bezug auf Nutzen und Relevanz für die Zielgruppe ist, umso besser. Solche Inhalte werden auch oft über soziale Netzwerke verbreitet, das wiederum fördert den Daten-Traffic.

Lesen Sie den ganzen Artikel hier:

http://www.sueddeutsche.de/digital/erfolg-bei-suchmaschinen-wie-man-im-google-ranking-nach-oben-klettert-1.1511333